Bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen greifen ineinander, von der Planung über die Ausführung bis zum laufenden Betrieb. Diese Gewerke tragen Verantwortung im Brandschutz. Im Kern beginnt Brandschutz bei der Planung: Architektinnen und Architekten, unterstützt von Fachplanenden für Brandschutz, definieren ein schutzzielorientiertes Konzept mit Brand- und Rauchabschnitten, Rettungswegen, Feuerwiderständen und anlagentechnischen Anforderungen. Auf der Baustelle tragen Bau- und Ausbaugewerke den baulichen Brandschutz: Rohbau, Mauerwerk und Betonbau für tragende und raumabschließende Bauteile, Trockenbau für feuerwiderstandsfähige Wände und Decken, Metall- und Türenbau für Brandschutztüren und -tore, Fenster- und Fassadenbau für brandbeanspruchte Außenbauteile. Tischler, Maler und Stahlbauer setzen Brandschutzbekleidungen und -beschichtungen um, Fugen- und Abschottungsfirmen sorgen für die zulassungskonforme Abschottung von Leitungsdurchführungen. Die technische Seite übernehmen Elektro- und TGA-Gewerke: Elektroinstallationen inklusive Funktionserhalt, Brandmelde- und Sprachalarmanlagen, RWA/Entrauchung, Sicherheitsbeleuchtung und Notstrom. Die Frage „Welches Gewerk macht Brandschutz?“ lässt sich am besten so beantworten: Jedes – im Rahmen seiner Rolle.