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Was passiert mit Löschwasser?

Annegret Bayer
Annegret Bayer
2025-10-03 18:05:57
Anzahl der Antworten : 16
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Löschwasser dient den Feuerwehren beim Bekämpfen von Bränden als Löschmittel. Ein Feuer erlischt, wenn der brennende Stoff unter seine Zündtemperatur abgekühlt wird. Das Löschwasser wird auf Fahrzeugen zur Einsatzstelle mitgeführt oder vor Ort durch Wasserentnahme gefördert. Durch seine hohe Verdampfungsenthalpie vermag Wasser große Energiemengen aufzunehmen und dadurch die Umgebung abzukühlen. Der beim Löschen entstehende Wasserdampf verdrängt außerdem den bei einer Verbrennung benötigten Sauerstoff. Alkalimetalle und brennende Erdalkalimetalle reagieren unmittelbar und heftig mit Wasser, dabei entsteht hochentzündlicher Wasserstoff. Schornsteinbrände: Aus einem Liter Wasser entstehen ca. 1700 l Wasserdampf, das schlagartige Verdampfen und die damit einhergehende Volumenvergrößerung kann einen Schornstein sprengen. Heiße Brände in engen Räumen: Hier besteht bei falscher Löschtaktik Verbrühungsgefahr durch die entstehenden großen Mengen Wasserdampf. Heiße Fette, Öle und Wachse mit Temperaturen über 100 °C: Nach dem Einsinken in die Flüssigkeit verdampft das Wasser schlagartig (Siedeverzug) und verspritzt das Öl, der Ölnebel kann explosionsartig verbrennen. Flüssigkeiten, die spezifisch leichter als Wasser sind, z. B. Heizöl, Diesel, Benzin: Die leichtere brennende Flüssigkeit schwimmt auf dem Wasser auf und verteilt sich so. Das Wasser selbst erzielt dabei keine Löschwirkung, da es sich unter dem brennenden Medium befindet. Brände in elektrischen Anlagen: Die elektrische Leitfähigkeit von Wasser birgt die Gefahr, mit Hochspannung in Kontakt zu kommen und einen elektrischen Schlag zu erleiden oder durch einen Kurzschluss weitere Brände auszulösen.
Ismail Rauch
Ismail Rauch
2025-09-25 04:59:05
Anzahl der Antworten : 14
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Wasser ist das am häufigsten eingesetzte Löschmittel, dessen Hauptlöschwirkung beruht auf dem Kühleffekt. Es ist überall vorhanden oder leicht zu beschaffen, ob aus offenen Gewässern, wie Seen oder Flüssen, oder dem öffentlichen Wassernetz. Wenn diese Möglichkeiten nicht in nächster Nähe gegeben sind, lässt es sich auch über längere Wegstrecken fördern oder in Tanklöschfahrzeugen, im sogenannten Pendelverkehr transportieren. Außerdem hat es einen sehr großen Wärmekoeffizient, was bedeutet, dass Wasser sehr viel Wärme aufnehmen und damit Energie aus dem Brandgeschehen nehmen kann. Die Wasserförderung wird erheblich beeinträchtigt, zudem ist auch die Unfallgefahr durch Ausrutschen an der Einsatzstelle gegeben. Das Verdampfen bei hohen Temperaturen kann sowohl zu Sichtbehinderungen als auch zu Verbrühungen der Einsatzkäfte führen. Wegen der elektrischen Leitfähigkeit von Wasser sind bei der Brandbekämpfung von Elektrischen Anlagen gewisse Sicherheitsabstände einzuhalten, um der Gefahr eines Stromschlages zu entgehen. Gefährlich kann es bei Bränden mit Metallen und anderen chemischen Stoffen werden, da dort zum Teil heftige chemische Reaktionen mit Wasser stattfinden können. In der Regel ist Wasser ungeeignet für Brände der Brandklasse B (flüssig und flüssigwerdender Stoffe) und Brandklasse C (gasförmiger Stoffe).

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Ernst-August Klose
Ernst-August Klose
2025-09-15 00:44:00
Anzahl der Antworten : 13
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Maßnahmen zur Vermeidung von Löschwasserschäden sind aber auch auf anderen Standorten notwendig. Die Erfordernis der Rückhaltung von verunreinigtem Löschwasser ergibt sich unter Beachtung des Besorgnisgrundsatzes des Wasserhaushaltsgesetzes. Der Rückhalt von Löschwasser ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige Betriebsführung hinsichtlich des Umweltschutzes. Der Rückhalt von Löschwasser beugt aber auch wirtschaftlichen Folgeschäden durch Löschwasser vor.