Die Entstehung der modernen Feuerwehr ist auch ein Stück Technikgeschichte.
Vor der "industriellen Revolution", die ab dem späten 18. Jahrhundert nach und nach alle Lebensbereiche ergriff, war die Brandlöschung weitgehend Handarbeit.
Erst die Verbesserung von Leitern und Schläuchen, und nicht zuletzt die Erfindung effizienter Feuerwehrfahrzeuge, erlaubte es, erstmals den gefürchteten Stadtbränden ernsthaft entgegentreten zu können.
Schon im 17. Jahrhundert wurden in Europa Feuerspritzen hergestellt, die sich auf ein Radgestell montieren ließen.
Einen wesentlichen Fortschritt brachte die um 1700 in Frankreich und England erfundene Dampfmaschine, die langsam weiterentwickelt wurde.
Bis zur ersten fahrbaren Dampfspritze dauerte es allerdings mehr als ein Jahrhundert: Der schwedische Ingenieur John Ericsson entwickelte 1828 ein solches Modell.
Die ersten selbst fahrenden Dampfspritzen, die die Dampfkraft also auch für den Antrieb nutzten, entstanden um 1900.
Den Anstoß für den nächsten Entwicklungsschritt gaben die Erfindungen des Verbrennungsmotors und des Automobils in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
1906 bauten die Benzwerke das vermutlich erste Feuerwehrfahrzeug mit Vierzylindermotor.