Was sind Führungsstufen?

Roman Jahn
2025-08-08 14:22:39
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: 11
Führungsstufen sind in der betrieblichen Ereignisbewältigung eines Unternehmens ein wichtiges Konzept. Als Beispiel soll hier ein 3-stufiges Format vorgestellt werden, bei dem aufgabenbezogene zuständige Bereiche eines Betriebsstandortes als konzeptionelle Grundlage dienen.
Die erste Stufe ist ein Zuständigkeitsbereich einer Führungskraft in Bereichszuständigkeit.
Diese zweite Stufe beinhaltet bereits eine „Besondere Aufbau- und Ablauforganisation“ (BAO), in der die Ereignisbewältigung gesteuert wird.
Die dritte und größtmögliche Führungseinheit der BAO eines Unternehmens wird dann eingesetzt, wenn bereichsübergreifende Störungen oder Großschadenslagen den gesamten Unternehmensstandort beeinflussen.
Unter Leitung des Unternehmers/der Unternehmerin selbst oder eines Standortleitenden werden alle Prokura innehabenden Personen, Bereichsleitende und zuvor für diese Aufgabe benannten Fach- und Unterstützungskräfte im Betriebs-Krisenstab eingesetzt.
Zu beachten ist, dass diese Führungseinheit eine eigene Koordinationsfunktion erhält, die auch als „Stellvertretende Einsatzleitung“ autorisiert ist, Entscheidungen zu treffen, wenn die eigentliche Leitungsfunktion andere wichtige Aufgaben durchführt.

Irina Dorn
2025-08-02 02:13:59
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: 7
Grundsätzlich gibt es hierbei zweckmäßigerweise vier Führungsstufen:
Führungsstufe A: Führen ohne Führungseinheit taktische Einheiten bis zur Stärke von zwei Gruppen
Führungsstufe B: Führen mit örtlichen Führungseinheiten Zug oder Verband an einer Einsatzstelle
Führungsstufe C: Führen mit einer Führungsgruppe Verband an einer Einsatzstelle
Führungsstufe D: Führen mit einer Führungsgruppe beziehungsweise mit einem Führungsstab mehrere Verbände an einer Einsatzstelle oder an mehreren Einsatzstellen im Schadengebiet

Rupert Heuer
2025-07-25 16:15:40
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: 15
In der Feuerwehrdienstvorschrift 100 unter Punkt 3.2 sind die Führungsstufen der Feuerwehr geregelt. Insgesamt gibt es vier verschiedene Führungsstufen.
Unterschieden wird zwischen folgenden Stufen: Führungsstufe A – Führen ohne Führungseinheit, Führungsstufe B – Führen mit örtlichen Führungseinheiten, Führungsstufe C – Führen mit einer Führungsgruppe, Führungsstufe D – Führen mit einer Führungsgruppe oder einem Führungsstab.
Führungsstufe A – Führen ohne Führungseinheit, in diese Führungsstufe fallen alle Einsätze, bei denen die Kommunikation an der Einsatzstelle nicht durch einen KDOW oder ELW geführt werden und der Einsatzleiter noch direkt mit der Leitstelle oder der Führungseinrichtung kommuniziert.
Die Feuerwehrdienstvorschrift geht von Einsätzen mit taktischen Einheiten bis zu einer Stärke von zwei Gruppen aus.
Führungsstufe B – Führen mit örtlichen Führungseinheiten, in der Führungsstufe B befindet man sich, sobald die Kommunikation und die Einsatzleitung durch einen örtlichen ELW oder KDOW übernommen wird und das Personal einen Führungstrupp oder Führungsstaffel nicht übersteigt.
Die Feuerwehrdienstvorschrift geht davon aus, dass an der Einsatzstelle mindestens ein Zug und maximal ein Verband an der Einsatzstelle tätig ist.
In diesem Fall übernimmt der ELW/KDOW die Kommunikation zur Leitstelle/Führungseinrichtung.
Führungsstufe C – Führen mit einer Führungsgruppe, bei der Führungsstufe C soll laut der Feuerwehrdienstvorschrift schon mindestens ein Verband im Einsatz tätig sein und der ELW wird mindestens von einer Führungsgruppe betrieben.
Auch bei dieser Führungsstufe übernimmt der ELW/KDOW noch die Kommunikation mit der Leitstelle/Führungseinrichtung.
Führungsstufe D – Führen mit einer Führungsgruppe bzw. einem Führungsstab, die höchste Führungsstufe wird gewählt, wenn mehrere Verbände im Einsatz sind oder es sich mehrere Einsatzstellen Einsatzgebiet befinden.
In diesem Fall wird die Einsatzleitung und die Kommunikation über einen Führungsstab durchgeführt.
Die ELWs mit den Führungsgruppen werden in diesem Fall meist als Abschnittsleitungen eingesetzt und die örtlichen ELWs als Unterabschnittsleitungen.
Die Kommunikation des Führungsstabs erfolgt meist an den Führungsstab des Landkreises oder an die Führungseinrichtung des Aufgabenträgers der überörtlichen Gefahrenabwehr.

Klaus Mohr
2025-07-22 03:56:41
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: 4
Führungsstufen bezeichnen die abgestufte Organisationsebene der Einsatzleitung bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Sie geben vor, welche Führungskräfte mit welchen Führungsmitteln abhängig von Größe, Art und Komplexität des Einsatzes eingesetzt werden. Die Einteilung reicht von der direkten Führung einer Gruppe durch den Gruppenführer bis zur übergeordneten Gesamteinsatzleitung mit Stabsstruktur. Dadurch wird eine klare Führungsstruktur sichergestellt, welche die Weitergabe von Informationen und die Befehlsgebung erleichtert. Die Führungsstufen sind in der FwDV 100 bundeseinheitlich geregelt. Sie folgen dem Prinzip der Einheitsführung und Lageangepasstheit: Die Führung soll so viel wie nötig und so wenig wie möglich sein. Je nach Einsatzlage kann die Struktur flexibel skaliert werden, um klare Zuständigkeiten und eine stabile Kommunikation zu gewährleisten – auch bei komplexen Lagen.

Nadja Böhm
2025-07-11 00:21:22
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: 19
Je nach Größe eines Einsatzes gibt es verschiedene Führungsstufen, die aufeinander aufbauen.
Das bedeutet, wenn sich eine Einsatz-Lage ausweitet, wird die nächsthöhere Führungsstufe einfach darüber gesetzt.
Diese Führungsstufen, mit der dazugehörenden Führung, sind hier von unten nach oben beschrieben.
Führungsstufe A -- Gruppenführer
Ein Gruppenführer ist für ein ihm zugeordnetes Fahrzeug im Einsatz verantwortlich.
Das heißt, er befehligt und überwacht die 9-köpfige Besatzung und die von ihr durchgeführten Arbeiten.
Führungsstufe B -- Zugführer
Ein Zugführer leitet den Einsatz eines Lösch- bzw. Hilfeleistungszugs vor Ort.
Die Aufgabe des Zugführers ist das Führen des feuerwehrtechnischen Einsatzes sowie das Einleiten und Überwachen taktischer Maßnahmen.
Führungsstufe C -- Einsatzleiter
Der Feuerwehrkommandant/Stv. stellt die Führungsstufe oberhalb der Zugführer dar.
Die Führungsstufe C liegt meist dann vor, wenn sich mehr als ein Zug im Einsatz befindet, wenn sich der Einsatz in mind. zwei Einsatzabschnitte aufteilt, oder allgemein ausgedrückt, bei Einsätzen mit hohem Kräfte- u./o. Koordinierungsbedarf, nicht nur feuerwehrtechnischer Art.
Führungsstufe D -- Kreisbrandmeister
Die Führungsstufe D soll hier der Vollständigkeit halber auch genannt werden.
Diese wird meist aber nur bei sehr großen und ausgedehnten Groß-Ereignissen oder im Katastrophenfall eingerichtet.
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