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Welche Gefahren sind beim Schweißen zu beachten?

Karen Baier
Karen Baier
2025-10-04 17:45:50
Anzahl der Antworten : 18
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Jedes Schweißverfahren birgt andere Risiken, wie optische Strahlung, elektrischen Strom, Brand- und Explosionsgefahr, die Freisetzung gesundheitsgefährdender Gase und Rauchs oder die Verdrängung von Sauerstoff in der Atemluft. Abgesehen vom vergleichsweise hohen Unfallaufkommen zeigen Statistiken auch: Personen, die Schweißarbeiten durchführen, haben einen hohen Anteil bei den sogenannten obstruktiven Atemwegserkrankungen und bei den durch Chromverbindungen verursachten Lungenkrebserkrankungen. Besonders kritisch in diesem Zusammenhang ist die UV-Strahlung beim Lichtbogenschweißen, da sie zu sonnenbrandähnlichen Hauterkrankungen führen kann. Auch ist bei diesem Verfahren das Verblitzen der Augen möglich. Lärmschwerhörigkeit ist bei Schweißtätigkeiten die häufigste anerkannte Berufskrankheit.
Otto Jung
Otto Jung
2025-09-23 03:37:47
Anzahl der Antworten : 13
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Gefahrenquellen resultieren im Wesentlichen aus den Bereichen Strahlung, elektrischer Strom, Feuer und Dämpfe. Der beim MIG- und MAG-Schweißen entstehende Lichtbogen setzt eine nicht zu unterschätzende starke UV-Strahlung frei. Diese Strahlung kann die Gesundheit der Augen und auch der Haut beeinträchtigen. Vor allem beim Lichtbogenschweißen werden hohe Stromstärken verwendet. Denn es kann vorkommen, dass die Isolierung der Kabel durch starkes Abknicken oder scharfkantige Gegenstände beschädigt wurde. Beim Lichtbogenschweißen kommt es ebenfalls zu einer Funkenbildung. Brände entstehen meist bei Sanierungsarbeiten ohne einen sorgfältig eingerichteten Schweißplatz. Schweißrauch enthält oft Metalle sowie deren Oxide und auch Fluoride, die zu leichten bis schweren Gesundheitsschädigungen führen können.

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Marta Wiesner
Marta Wiesner
2025-09-14 10:47:02
Anzahl der Antworten : 18
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Durch die Ausrüstung wird der Schweißer unter anderem vor folgendem geschützt: Verbrennungen Einwirkung von Strahlung Schweißrauch Lärm. Bei unzureichendem Schutz sind Sie folgenden Gefahren ausgesetzt: Das sichtbare Licht ist sehr hell und blendet sie stark Das ultraviolette Licht führt zum sogenannten „Verblitzen der Augen“ (Hornhautschäden) Die Infrarotstrahlen führen durch ihre Wärmewirkung zum „Augenstar“. Bei einer zu hohen Wärmeentwicklung können sich diese in der Haut festbrennen und zu Verletzungen unbestimmten Grades führen. Diese stellen ein erhöhtes Risiko der Brandentwicklung da und dies sollte unbedingt vermieden werden. Die große Hitze und der Funkenflug, der durchaus mehrere Meter betragen kann, können Materialien, die sich im Gefahrenbereich befinden, in Brand setzen.
Falk Berg
Falk Berg
2025-09-14 07:52:39
Anzahl der Antworten : 19
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Mit dem Lichtbogen geht typischerweise intensive optische Strahlung einher, deren Strahlungsanteile im ultravioletten Bereich Hautkrebs erzeugen können. Aufgrund der hohen Temperaturen am Werkstück, Funkenflug und glühender Metallspritzer besteht zudem die Gefahr für Verbrennungen, Brände und Explosionen. Oft wird beim Schweißen die Gefahr der Schwerhörigkeit unterschätzt. Bei Lichtbogenschweißverfahren sind besondere Gefahren durch mechanische Einwirkung, elektrischen Strom und Gefahrstoffe zu beachten. Nahezu alle Verfahren der Schweißtechnik setzen Gefahrstoffe in Form von Gasen und Partikeln frei. Die gasförmigen Gefahrstoffe können sich zum Beispiel durch ionisierende Strahlung oder thermische Prozesse bilden. Die partikelförmigen Gefahrstoffe entstehen durch Verdampfen von Bestandteilen, insbesondere Metallen, aus der Schmelze. Die Partikel der Emissionen sind unterschiedlich groß und können der einatembaren Staubfraktion (E-Staub, Partikelgröße bis 100 µm) oder der alveolengängigen Fraktion (A-Staub, Partikel im Bereich von 0,01 - 10 µm) zugeordnet werden. Darüber hinaus werden durch Schweißen auch ultrafeine Partikel mit Durchmessern kleiner 100 nm freigesetzt. Diese können sich in der Umgebung niederschlagen und verschluckt oder eingeatmet werden. Die Gefahrstoffe haben unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper. In Bezug auf die partikelförmigen Emissionen gilt: Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer können sie in die menschlichen Atemwege eindringen. Einatembare Partikel größer 10 µm werden üblicherweise in den oberen Atemwegen abgeschieden, alveolengängige und insbesondere ultrafeine Partikel können bis in das Lungengewebe gelangen. Die Partikel, die nicht über die Selbstreinigungsfunktion ausgeschieden oder abgebaut werden, lagern sich im Lungengewebe ab, was in der Regel zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion führt. Die partikelförmigen Gefahrstoffe Kupfer-, Mangan-, Zinkoxid, Vanadiumpentoxid, Fluoride, Barium- und Chrom(III)-Verbindungen haben darüber hinaus auch akut oder chronisch toxische Wirkungen. Als Beispiel sei hier das „Zinkfieber“ genannt, das häufig auf eine akute Vergiftung durch Zinkrauchexpositionen zurückzuführen ist. Die partikelförmigen Gefahrstoffe Molybdän(VI)- und Blei(II)oxid sind giftig und stehen unter Verdacht, krebserzeugend zu sein. Die partikelförmigen Beryllium-, Cadmium-, Cobalt-, Nickel- und Chrom(VI)-Verbindungen sind giftig und krebserzeugend. Die gasförmigen Gefahrstoffe Stickstoffmonoxid und -dioxid, Kohlenstoffmonoxid, Ozon, Phosgen, Cyanwasserstoff sind giftig. Der gasförmige Gefahrstoff Formaldehyd ist giftig und nach neuesten toxikologischen Erkenntnissen auch als krebserzeugend einzustufen.

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