Die Ursprünge der Funk Musik liegen allerdings noch etwas weiter zurück. Die ersten zarten Knospen
Die frühen Anfänge des Funk lassen sich in New Orleans, der Geburtsstadt des Jazz, festmachen.
Musiker wie Fats Domino und Henry Roeland „Roy“ Byrd (besser bekannt als: „Professor Longhair“) experimentieren bereits Ende der 40er Jahre mit musikalischen Stilmitteln und Spieltechniken, die später den typischen Charakter der Funk Musik ausmachen sollten.
In den 50er Jahren etablierte sich durch die geschickte Kombination von Rock’n Roll und R&B Elementen die Soul Musik als direkter Vorläufer des Funk.
1959 wird Motown Records gegründet, das bis heute wohl bekannteste Label für Soul und Funk Musik.
Im Verlauf der späten 50er Jahre entfernte sich der "Godfather des Soul", James Brown, immer mehr von den klassischen R&B / Soul Klängen.
Experimente mit verkürzten (synkopierten) Rhythmen und deplatzierten Off-Beat Noten (Off-Beat = Betonung liegt nicht mehr auf dem Takt, sondern auf dem “and” zwischen den Takten) und die Kombination mit der Blues Tonleiter führten zur Geburt eines neuen Musikstils, den James Brown fortan als „Funk“ bezeichnete.
Mit dem Album “James Brown Live at the Apollo” erschien 1963 das erste Funk Album, welches weltweit die Charts stürmte.
Ende der 60er schaffe der Funk mit „Sly and the Family Stone“ schliesslich den Durchbruch in den Pop-Mainstream.
Anfang der 70er wurde der Funk unter Bands wie „Dr. John“, „The Meters“, den „Neville Brothers“ und „Sly and the Family Stone“ schnell erwachsen.
Im Verlauf der 70er entwickelte sich der Funk zum dominierenden Musikstil seiner Zeit und feierte durch Bands wie „Tower of Power“, „War“, „Curtis Mayfield“, „George Clinton“, „Funkadelic“, „Earth, Wind and Fire“, „The Commodores“, „Stevie Wonder“, "Average White Band" und „Barrie White“ rund um den Globus phänomenale Erfolge.
In den 80er Jahren ebbte der Hype um die Funk Musik allmählich ab, wenngleich diese die Musiklandschaft bereits unwiderruflich und nachhaltig verändert hatte.
Viele zeitgenössische Musiker anderer Genres machten sich die Funk Grooves und Rhythmen zu eigen und bauten diese in ihre Songs ein.
Funk-Klänge und Konzepte beherrschen quasi alle Bereiche der zeitgenössischen Musiklandschaft.
Insbesondere die moderne Hip-Hop, R&B und Pop Musik Szene bedient sich rege der Funk Rhythmen und Grooves.