Die Kirche war die zweite große Einrichtung mit Macht und Reichtum.
Neben der Herrschaft des Adels war die Kirche die zweite große Einrichtung mit Macht und Reichtum.
Ganz oben stand der Papst, es folgten die Erzbischöfe und Bischöfe und am Ende standen die Dorfgeistlichen oder Dorfpfarrer.
Die Kirche war ziemlich reich.
Wenn man die Domschätze des Mittelalters betrachtet, so zeigt sich darin schon der Reichtum der Kirche.
Dazu kam der Grundbesitz.
Mit der Zeit wurden die Kirchenfürsten immer einflussreicher und manche geistlichen Fürsten waren den weltlichen an Reichtum, an Macht und Einfluss weit überlegen.
Dieser Reichtum, der auch oft missbraucht wurde, führte auch zu Widerstand, der Ende des Mittelalters in die Reformation münden sollte.
Auch Päpste nutzten diesen Ablasshandel und so kam sehr viel Geld in die Kirchenkassen und die Kirche wurde immer reicher.
So waren große Teile des bäuerlichen Ackerlandes in der Hand der Kirche.
Sie waren oft gleichzeitig auch mächtige weltliche Fürsten, mit Land und Besitz ausgestattet und versahen hohe Ämter.
Zum Beispiel waren die Erzbischöfe von Mainz lange Zeit auch Erzkanzler der deutschen Könige.
Und auch zu den Kurfürsten, die ja den König wählten, zählten gleich drei hohe geistliche Fürsten.
Dadurch besaßen sie auch politische Macht, konnten sie doch mitbestimmen, wer König wurde.