Die Kirche war eine der beiden großen Einrichtungen mit Macht und Reichtum, neben der Herrschaft des Adels.
So waren große Teile des bäuerlichen Ackerlandes in der Hand der Kirche.
Übrigens durften die Mitglieder des Klerus bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts heiraten.
Die Kirche war ziemlich reich.
Mit der Zeit wurden die Kirchenfürsten immer einflussreicher und manche geistlichen Fürsten waren den weltlichen an Reichtum, an Macht und Einfluss weit überlegen.
Dieser Reichtum, der auch oft missbraucht wurde, führte auch zu Widerstand, der Ende des Mittelalters in die Reformation münden sollte.
Sie waren oft gleichzeitig auch mächtige weltliche Fürsten, mit Land und Besitz ausgestattet und versahen hohe Ämter.
Zum Beispiel waren die Erzbischöfe von Mainz lange Zeit auch Erzkanzler der deutschen Könige.
Und auch zu den Kurfürsten, die ja den König wählten, zählten gleich drei hohe geistliche Fürsten.
Dadurch besaßen sie auch politische Macht, konnten sie doch mitbestimmen, wer König wurde.