Kurz nach 4 Uhr am Mittwochmorgen war offenbar eines der im Gerätehaus parkierten Fahrzeuge in Brand geraten.
Das Feuer in Stadtallendorf scheint sich besonders schnell ausgebreitet zu haben.
Eine Rauchmeldeanlage und eine frühere Alarmierung hätten tatsächlich die Zerstörung des Feuerwehrhauses verhindern können, ist allerdings unklar.
Gesetzlich vorgeschrieben sei eine Brandmeldeanlage nicht, sagt Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.
Ob eine Rauchmeldeanlage und eine frühere Alarmierung tatsächlich die Zerstörung des Feuerwehrhauses hätten verhindern können, ist allerdings unklar.
Die Entscheidung ob eine solche Anlage verbaut werde, müsse "aus eigener Verantwortung" vor Ort getroffen werden.
Das hessische Innenministerium weist auf hr-Anfrage darauf hin, dass noch nicht klar sei, ob eine Brandmeldeanlage Schlimmeres hätte verhindern können.
Dies herauszufinden "bleibt den weiteren Brandermittlungen vorbehalten".
Ein Gutachten soll vor dem Bau in Stadtallendorf bestätigt haben, dass keine Notwendigkeit für eine Brandmeldeanlage vorliege.
Es liege im Ermessen der Kommune, inwieweit sie ihre kritische Infrastruktur schütze.
Als vorbildlich gilt in Feuerwehrkreisen in Sachen vorbeugender Brandschutz die Feuerwache in Bad Homburg, die 2007 erbaut wurde.
Dort ist in der Fahrzeughalle auch eine Brandmeldeanlage installiert, sagt Daniel Guischard, Leiter der dortigen Feuerwehr.
Dies sei aber auch notwendig, da sich die Aufenthaltsräume in Bad Homburg direkt über der Fahrzeughalle befinden würden.
Das war in der Feuerwache in Stadtallendorf nicht der Fall.
Rückblickend hätte mehr Investition in vorbeugenden Brandschutz womöglich viel Geld sparen können.
Kreisbrandinspektor Schäfer schätzt den Gesamtschaden am Mittwochmorgen auf 20 bis 24 Millionen Euro.
Sprinkler- und Brandmeldeanlagen seien teuer.
Und besonders bei der Verwendung öffentlicher Gelder werde sehr auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis geschaut, sagt Fischer.
"Haben ist besser als brauchen, das gilt auch für Brandmeldeanlagen", sagt Schäfer.
Die aktuelle Situation werde wohl "dazu anregen, darüber mal gründlich nachzudenken".
Innerhalb von drei Minuten war die Feuerwehr da", bestätigt Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) dem hr.
Verletzt wurde laut Kreisbrandinspektor Schäfer niemand.
Zeitweise seien die Flammen 10 bis 15 Meter hoch aus dem Dach der Gerätehalle geschlagen.
Ein knappes Dutzend Feuerwehrautos verbrannte darin.
Schnell holten die Feuerwehrleute daraufhin ihre Schutzkleidung aus einem noch zugänglichen Gebäudeteil und nahmen die Brandbekämpfung auf.