Einbrecher lieben die Anonymität. Eine aufmerksame Nachbarschaft ist ein guter Einbruchschutz. Rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei über den Notruf 110. Reagieren Sie auf Klingeln. In der Regel führen die Täter ein sogenanntes „Kontrollklingeln“ durch, um festzustellen, ob sich jemand im Haus oder in der Wohnung aufhält. Geben Sie zu erkennen, dass Sie anwesend sind. Sie müssen hierfür nicht die Tür öffnen. Verhalten Sie sich nicht ruhig, so verhindern Sie, dass die Täter versuchen, in die Wohnung oder das Haus zu kommen, in der Annahme, dass keiner da ist.
Auch wenn man zu Hause ist, sollte die Eingangstür abgeschlossen oder zumindest der Sperrbügel vorgelegt sein. Fenster und Terrassentüren nie gekippt lassen, wenn man das Haus oder die Wohnung verlässt. Döhler: „Gekippte Fenster sind offene Fenster.“
Diebe wollen ihr Entdeckungsrisiko so gering wie möglich halten. Sorgen Sie für Licht. Gerade in der dunklen Jahreszeit kann man Beleuchtung von außen gut erkennen. Deshalb der Tipp der Expertin: „Täuschen Sie deshalb Anwesenheit vor.“ Das geht etwa mit Zeitschaltuhren, die Licht ein- und ausschalten.
Leitern, Gartenmöbel oder Mülltonnen sind willkommene Aufstiegshilfen. Gartenhäuser sollten gesichert sein. Alle Gegenstände, die der Täter hier findet und zum Einbruch nutzen kann, kommen auch zum Einsatz. Bepflanzung nah am Haus sollte besser niedrig gehalten werden, damit die Täter nicht ungesehen agieren können.
Ist der Dieb schon bis ins Haus oder die Wohnung vorgedrungen, kann Licht als Abschreckung helfen. Das gelingt zum Beispiel durch Lichtstrahler, die über Bewegungsmelder gesteuert werden. Einbrecher scheuen das Licht. Denn damit steigt das Entdeckungsrisiko.
Die meisten Einbrüche erfolgen über ungesicherte Fenster oder Balkon- und Terrassentüren. Diese kann man nachträglich mit zusätzlichen Schlössern, die auf Rahmen und Flügel aufgeschraubt werden, aufrüsten.
Grundsätzlich gilt: Die mechanische Sicherung über einbruchhemmende Türen und Fenster steht an erster Stelle, erst dann folgt der Einsatz einer Alarmanlage. Grund: „Sie schreckt zwar ab, verhindert aber nicht den tatsächlichen Einbruch“, so Expertin Döhler.