Eine Hubschrauberalarmierung ist immer eine Einzelfallentscheidung bei der Strecke, Zeit und Verdachtsdiagnose zusammenspielen. Bestimmte Diagnosen, bei denen grundsätzlich ein Hubschrauber alarmiert wird, gibt es nicht, teilt die Pressestelle der Leitstelle Bodensee–Oberschwaben auf Nachfrage mit. Aber es gibt sechs sogenannten Tracer–Diagnosen (Polytrauma, Schlaganfall, kardiopulmonale Reanimation, ST–Hebungsinfarkt, Sepsis und Schädel–Hirn–Trauma).
Daneben kommt ein Hubschrauber auch bei Intensivverlegungsflügen in eine andere Klinik zum Einsatz, ergänzt Wittmann. Bei Einsätzen mit mehreren Verletzten wird die Luftrettung häufig mit eingebunden, um die örtlichen Kliniken bei der Versorgung der vielen Patienten zu entlasten und eine überregionale Verteilung zu ermöglichen.