Mit Wärmebildkameras kann man nicht durch Wände hindurchsehen. Stattdessen erkennen Wärmebildkameras Temperaturunterschiede auf der Oberfläche einer Wand, die durch etwas auf der anderen Seite verursacht werden. Eine Wärmebildkamera kann beispielsweise keine Nagetiere erkennen, die sich zwischen Wänden bewegen, aber sie kann ein Nagetiernest erkennen, das über einen längeren Zeitraum Wärme erzeugt und die Außenwand erwärmt hat. Wenn eine große Wärmequelle wie ein Nest nicht offensichtlich ist, können empfindliche Wärmebildkameras möglicherweise unregelmäßige Wärmemuster, Feuchtigkeit und andere Anzeichen von Schäden erkennen, die auf das Vorhandensein eines Schädlings hinweisen, wie z. B. fehlende Isolierung oder Löcher in Wänden, die auf den Eingang eines Verschlupfs hinweisen. Termitennester können als Wärmequellen sichtbar sein, und Termitengänge weisen einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf, der mit Wärmebildern erkannt werden kann. Termiten können gefunden werden, indem man nach Nestern, Feuchtigkeitsquellen und Anzeichen von Schäden in Wänden sucht. Nagetiere oder ihre Nester können sichtbar sein, oder die Aktivität von Wildtieren kann Hinweise wie das Fehlen von Isolierung hinterlassen. Hornissennester werden in der Thermografie als klare Wärmequellen angezeigt. Obwohl Insekten Kaltblüter sind, geben sie dennoch Wärme an ihre Umgebung ab. Ein Wespennest, Bienenstock oder eine andere große Ansammlung von Insekten erzeugt in der Regel genug Wärme, um von einer Wärmebildkamera erfasst zu werden. Nachtaktive Tiere können dabei ebenfalls mit Wärmebildkameras aufgespürt werden, und das selbst bei völliger Dunkelheit.