Ludwig Carl Scabell hieß der Bauinspektor und Oberspritzenkommissarius, der 1851 in Berlin die erste Berufsfeuerwehr ins Leben rief.
Die ersten Berufsfeuerwehren oft erst gegründet wurden, nachdem eine Katastrophe geschehen war.
In Köln zum Beispiel war der Auslöser, neben der ständig steigenden Zahl von Bränden, vor allem der Brand des Stadttheaters im Jahr 1869:
Doch es vergingen noch drei Jahre, bis die ersten 50 Berufsfeuerwehrleute ihren Dienst antraten.
Von den gut 1,3 Millionen deutschen Feuerwehrleuten arbeitet fast eine Million ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr.
Gut 100 Berufsfeuerwehren gibt es in Deutschland sowie mehr als 22.000 Freiwillige Feuerwehren.
Die einzelnen Ländergesetze regeln, wann Städte und Gemeinden eine Berufsfeuerwehr errichten müssen.
Vereinfacht kann man sagen, dass Städte und Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern verpflichtet sind, eine Berufsfeuerwehr einzurichten.
In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass Lösch- und Rettungskräfte zur Verfügung stehen, die den Ortsverhältnissen angemessen sind.
Die Zahl der Brandbekämpfungen ist zurückgegangen, neue Aufgaben sind hinzugekommen.
2020 gab es knapp 4,1 Millionen Feuerwehreinsätze in Deutschland.
Die Aufgaben der Feuerwehr werden oft mit den Schlagworten "Retten, Löschen, Bergen, Schützen" zusammengefasst.
Brände zu löschen ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr und war lange auch die wichtigste.
Die Berufsfeuerwehr mehr als die Hälfte aller Rettungsdiensteinsätze ab.
Technische Hilfeleistung ist ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet der Berufsfeuerwehr.
Der "Vorbeugende Brandschutz" arbeitet daran, dass es in vielen Fällen erst gar nicht zur Katastrophe kommt.
Auffällig ist bei dieser Familie jedoch, dass sie überwiegend aus Männern besteht.
Es gibt etwa eine Million freiwillige Feuerwehrleute, davon sind allerdings nur rund zehn Prozent Frauen.
Der Grund liegt neben den hohen körperlichen Anforderungen beim Eignungstest auch an den Einstellungsvoraussetzungen vieler Feuerwehren.
Die meisten Berufsfeuerwehren setzen eine handwerkliche Ausbildung oder ein technisches beziehungsweise naturwissenschaftliches Studium voraus.