Unfälle mit Haustieren können sich jederzeit und an jedem Ort ereignen. Das ist bei Tieren nicht anders wie bei Menschen. Allerdings stellt ein Notfall in manchen Fällen eine echte logistische Herausforderung dar. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich der Hund im Haushalt eine Verletzung zugezogen hat und kein Auto vorhanden ist, mit dem man mal eben zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren kann. Ein Taxi rufen wäre vielleicht eine Lösung, allerdings wird nicht jeder Taxifahrer ein blutendes und verängstigtes Haustier in seinem Fahrzeug mitnehmen. Da ist es schon sinnvoller, wenn der Tierrettungsdienst direkt vor Ort eintrifft, die Erstversorgung übernimmt und dann den Transport in die Tierklinik einleitet. Das übrigens auch dann vor Vorteil, wenn Herrchen oder Frauchen sich mit ihrem Hund draußen – fernab vom Auto oder anderen Verkehrsmittel – befinden und ein Notfall eintritt. Zwar dauert die Anfahrt eines Tierrettungsdienstes länger, aber ist es immer noch besser, als zum Beispiel einen verletzten Hund wieder zum Auto tragen zu müssen. Daneben ist ein betreuter Transport durchaus sinnvoll, wenn kein eigenes Auto und keine Begleitperson vorhanden ist, die entweder fährt oder das verletzte Tier betreut. Sie können zum Beispiel mit Ihrer Katze, die sich gerade eine Verletzung zugezogen hat, mal nicht ebenso zum Tierarzt fahren. Sie stehen selber unter Stress, lassen wohlmöglich Verkehrsvorschriften außer Acht und verursachen selber einen Unfall, weil Sie Ihren Liebling so schnell wie möglich zur Tierklinik fahren möchten. In der Regel bietet sich die Möglichkeit, beim Tierrettungsdienst mitzufahren. Von der Tierklinik – wenn alles erledigt ist – können Sie ja ganz entspannt wieder abgeholt werden.
Die meisten Tierrettungsdienste verfügen über Rettungswagen, die von Feuerwehren oder Rettungsdiensten ausgemustert wurden. Im Inneren sieht nichts danach auch, als wenn das Fahrzeug nur für die Rettung von Tieren zuständig ist. Der Tragentisch ist vorhanden, ebenso wie Beatmungsgeräte, Verbandsmaterial, Infusionen und Notfallmedikamente. Es wird alles unternommen, um den tierischen Patienten für den Transport zu stabilisieren, dafür ist nun mal auch eine umfangreiche Ausstattung sinnvoll.
Wer also bei einer Erkrankung seines Haustieres oder sogar bei einem Unfall auf Hilfe angewiesen ist, für den kann ein solcher Tierrettungsdienst durchaus von Vorteil sein. Eine Mitgliedschaft bieten viele dieser Vereine für weit weniger als 100 Euro im Jahr an. Ob diese Kosten wieder herausgeholt werden, ist kein Denken wert. Vielmehr ist wichtig, dass im Notfall schnellstmöglich Hilfe zur Verfügung steht, damit Hund, Katze und Co so schnell wie möglich tierärztlich versorgt werden.