Fange direkt mit einer unheimlichen oder spannungsvollen Szene an. Der Leser sollte sofort das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt. Mit allen Sinnen kannst du eine unheimliche Stimmung erzeugen. Dunkelheit, Geräusche, Gerüche, Kälte – was spürt deine Figur? Allerdings gilt hier: Weniger ist mehr. Lass Raum für das, was nicht beschrieben wird – denn das Unbekannte ist oft viel unheimlicher als das, was man genau sieht. Eine gute Gruselgeschichte braucht eine Bedrohung. Diese muss nicht gleich als Monster oder Geist auftreten, sondern kann auch in der Vorstellung der Figur liegen. Jede gute Gruselgeschichte braucht einen Moment, in dem das Grauen richtig zuschlägt. Das Ende einer Gruselgeschichte sollte den Leser nicht komplett beruhigen, sondern ein Gefühl von Unbehagen zurücklassen. Vermeide ein völlig aufgelöstes Ende. Eine offene Frage oder ein letzter schauriger Twist machen oft den besten Eindruck. Vermeide lange Beschreibungen oder Erklärungen. Gruselgeschichten leben vom Geheimnisvollen und Unerklärten. Starte spannend und unheimlich, baue eine dichte Atmosphäre auf, lass die Bedrohung langsam ans Licht kommen, schocke mit einem unerwarteten Wendepunkt und schließe mit einem beunruhigenden Finale.