:

Hochwasserschutz: Was sind effektive Maßnahmen?

Klaus-Jürgen Feldmann
Klaus-Jürgen Feldmann
2025-07-11 09:05:00
Anzahl der Antworten : 11
0
Gebäudeeigentümer in gefährdeten Gebieten können vorsorgen, indem sie Objektschutz zum Beispiel durch Mauern und Verwallungen betreiben. Lichtschächte können erhöht werden, um eindringendes Wasser fernzuhalten. Manchmal reicht es schon aus, das Grundstück so zu gestalten, dass Wasser bei Überflutungen schadlos am Gebäude vorbei abfließen kann. Keller, die regelmäßig geflutet werden, eignen sich nicht als Wohnräume oder Lagerräume für wertvolles Lagergut. Rückstauklappen im Kanal sind erforderlich, damit Schmutz- und Regenwasser bei Überlastung der öffentlichen Kanäle nicht im Gebäude austreten. Ganz grundsätzlich kann jeder aus schlechten Erfahrungen bei Überflutungen lernen und Objektschutzmaßnahmen treffen. Wenn eine Hochwassergefahr nicht nur für Einzelne, sondern für die Allgemeinheit besteht, können Städte und Gemeinden Hochwasserschutzmaßnahmen treffen. Hierzu zählen zum Beispiel der Bau von Dämmen und Deichen, Flutmulden oder die Schaffung von Retentionsraum (Rückhaltevolumen).
Krystyna Linke
Krystyna Linke
2025-07-08 13:45:12
Anzahl der Antworten : 17
0
Maßnahmen des naturverträglichen Hochwasserschutzes, wie die Reaktivierung von Flussauen, tragen dazu bei das Hochwasserrisiko zu verringern und hochwasserbedingte Schäden zu vermeiden. Gleichzeitig verbessern sie die ökologischen Funktionen der Flusslandschaften im Naturhaushalt. Die Funktion der Auen als natürliche Überschwemmungsgebiete muss nicht nur aus Sicht des Naturschutzes, sondern auch aus Gründen des vorsorgenden Hochwasserschutzes so weit wie möglich wiederhergestellt werden. Gleichzeitig müssen die noch vorhandenen naturnahen Auen, beispielsweise an Donau, Elbe und Rhein erhalten bleiben und langfristig gesichert werden und dürfen nicht durch weiteren Staustufenbau und Eindeichungen oder nicht angepasste sonstige Nutzungen gefährdet werden.
Rita Eichhorn
Rita Eichhorn
2025-06-26 01:17:36
Anzahl der Antworten : 10
0
Unter dem Begriff des Technischen Hochwasserschutzes versteht man das Errichten, Betreiben und Unterhalten von Anlagen, die eine Ausbreitung des Hochwassers verhindern oder die Hochwasserscheitelabflüsse vermindern und so gefährdete Bereiche schützen. Dazu zählen unter anderem Hochwasserrückhaltebecken, Talsperren, Polder, Deiche und Dämme, Schutzmauern und Gewässerausbauten. Die Aktivierung von Wasserrückhalt kann auch durch kleinere technische Maßnahmen wie der Anlage einer Sohlrampe oder einer Profileinengung am Gewässer erreicht werden. Gegen das Eindringen von Oberflächenwasser bieten sich Schutzanlagen (sog. Wassersperren) im Außenbereich als auch Abdichtungs- und Schutzmaßnahmen unmittelbar am Gebäude zur Verhinderung des Eindringens von Wasser in das Gebäude an. Bei kurzen Vorwarnzweiten eignen sich Klappen (z.B. aus Stahl) für die Abdichtung von Kellerfenstern Die Klappen können sowohl von innen als auch von außen an die Wand montiert werden. Um dies zu verhindern, ist der Einbau von sogenannten Rückstauklappen vorzusehen.
Richard Paul
Richard Paul
2025-06-26 00:00:53
Anzahl der Antworten : 9
0
Schäden können z. B. durch Bauverbote oder hochwasserangepasstes Bauen von Wohnhäusern verringert oder gar vermieden werden.
Josefine Moser
Josefine Moser
2025-06-25 22:12:19
Anzahl der Antworten : 9
0
Der technische Schutz ist die effektivste Maßnahme, um gefährdete Gebiete vor Hochwasser zu schützen. Deiche und Mauern zählen zu den ältesten Maßnahmen des Hochwasserschutzes. Durch eigens errichtete Deiche oder Mauern sollen gefährdete Gebiete vor Hochwasser geschützt werden. Alle dezentralen Maßnahmen haben gemeinsam, dass sie im Einzugsgebiet, in der kleinen Verästelung und den Zubringern eingesetzt werden aber nicht direkt an großen Flüssen wie zum Beispiel der Donau. Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken sind sogar bei großen Hochwasserereignissen dazu geeignet, die Hochwasserwelle zu kappen. Flutpolder dienen dazu, bei sehr großen Hochwasserereignissen den maximalen Hochwasserabfluss, sprich den höchsten Wasserstand, zu senken und damit Deichbrüche in den unterliegenden Gebieten zu verhindern. Ein optimiertes Staustufenmanagement versucht dabei, die Hochwasserwelle zu dämpfen.