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Feuerwehrschlüssel: Wofür ist er da und wie funktioniert er eigentlich?

Natalja Haag
Natalja Haag
2025-07-06 21:17:12
Anzahl der Antworten : 14
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Die Feuerwehr hat verschiedene spezielle Schlüssel, so genannte Feuerwehrschlüssel, für Türen, Tore, Pfosten und Schranken, um Zugang bzw. Zufahrt zu allen für die Rettung und Brandbekämpfung wichtigen Bereichen zu haben. Um ein ausgebrochenes Feuer bekämpfen und Personen retten zu können, müssen die Einsatzfahrzeuge meist nah an der Gefahrenstelle positioniert werden. Damit diese Plätze freigehalten werden, sind dort oft Absperrpfosten montiert, welche mit einem Schloss ausgestattet sind, das mit dem Spezial-Schlüssel der Feuerwehr aufgesperrt werden kann. Die Feuerwehr benutzt aber übergeordnete Schlüssel, wie Gruppenschlüssel, Hauptschlüssel oder Generalhauptschlüssel, welche mehrere oder sogar alle Schließzylinder oder Vorhängeschlösser (Hangschlösser) schließen. Der übergeordnete, so genannte B-Schlüssel steht nur der Feuerwehr zur Verfügung.
Galina Wegener
Galina Wegener
2025-06-28 12:27:52
Anzahl der Antworten : 8
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Das Feuerwehrschlüsseldepot dient der Feuerwehr, um mittels eines von der Feuerwehr mitgeführten Schlüssels Zufahrt/Zutritt zum Einsatzobjekt zu gelangen. Es existieren folgende Bauformen nach DIN 14 675: FSD 1, FSD 2 und FSD 3. Ein FSD 3 dient als Ersatz für eine nicht ständig besetzte Empfangsstelle und ermöglicht der Feuerwehr den Zutritt zu allen Bereichen des Objekts die durch die BMA überwacht werden, oftmals handelt es sich um einen Generalschlüssel der Schließanlage. Aufgrund des Sicherheitsrisikos, welches vom Verlust des eingelagerten Schlüssels ausgeht, wird das FSD 3 durch die BMA auf Vorhandensein des Schlüssels und gegen Sabotage überwacht. Desweiteren werden alle Aktionen protokolliert, beispielsweise auch die rechtmäßige Entnahme des Schlüssels im Alarmfall. Um ein einfaches Auffinden zu ermöglichen, befindet sich in der Nähe des FSD 3 eine Blitzleuchte. Die Feuerwehr kann nun mit einem mitgeführten Schlüssel die innere Tür öffnen und den Objektschlüssel entnehmen.
Sabina Schröter
Sabina Schröter
2025-06-28 11:32:39
Anzahl der Antworten : 13
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Als Feuerwehrschlüsseldepot (FSD), früher Feuerwehrschlüsselkasten (FSK) wird in Deutschland ein Schlüsseldepot bezeichnet, das auch Bestandteil einer Brandmeldeanlage sein kann. Im Brandfall dient es der Feuerwehr zum zügigen, gewaltfreien und kontrollierten Zugang zu brandgefährdeten Gebäuden und Geländen. Wenn im Objekt Alarm durch die Brandmeldeanlage ausgelöst und der Alarm zum Einsatzleitstand der Polizei oder Feuerwehr weitergeleitet wird, wird erst wenn die Leitstelle bzw. die Übertragungseinrichtung den Empfang der Feuermeldung bestätigt hat, die vordere Tür für den Zugang zur Feuerwehrschließung freigegeben. Im Innern des FSD befindet sich eine zweite Tür (Innentür), über deren Schlüssel Feuerwehr und Polizei verfügen. Die Schlüssel der Gebäudetüren werden hinter der Innentür des FSD deponiert.
Alwin Beck
Alwin Beck
2025-06-28 09:22:44
Anzahl der Antworten : 17
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Der Feuerwehrschlüssel wird häufig in einem mit „B“ gekennzeichneten, rohrförmigen Schlüsseltresor gelagert, der sich oft neben der Eingangstür in der Wand eingelassen befindet. Innerhalb dieses Schlüsseldepots befindet sich meist eine zweite Tür, hinter der sich die einzelnen Gebäudeschlüssel befinden. Nach der DIN 14675, Anhang C.1 ist ein gewaltfreier Zutritt bzw. die Zufahrt zu allen mit Brandmeldern und/oder Löschanlagen gesicherten Räumen bei einem Brandalarm durch Schlüsselgewalt sicherzustellen. Mit dem entsprechenden B-Schlüssel ist der Zugang sicher und die Feuerwehr kann schnell eingreifen.