Katastrophenschutz in Deutschland: Wie läuft das ab?

Edelgard Engel
2025-07-06 01:48:41
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: 14
Wenn der Bevölkerung Gefahr durch Naturereignisse wie Hochwasser droht, dann ist erst einmal die kleinste Verwaltungseinheit, die Kommune, am Zug. Wenn sich abzeichnet, dass eine Gemeinde mit dem Krisenmanagement nicht allein fertig wird, werden die Ressourcen der nächst höheren Verwaltungsregion - das sind in Deutschland Landkreise und die sogenannen kreisfreien Städte - aktiviert. Reichen die Möglichkeiten auf Kreisebene nicht mehr aus, wird Hilfe aus anderen, weniger betroffenen Kreisen angefordert.
Erst wenn ein einzelnes Bundesland das Krisenmanagement vor Ort nicht mehr allein bewältigen kann, wird der Katastrophenschutz des Bundes aktiv. Dafür muss der Kreis oder die Stadt den Katastrophenfall ausrufen. Dann kann die Bundeswehr mit Bergepanzern Trümmer räumen und Straßen wieder befahrbar machen.

Antonie Moser
2025-07-05 23:57:06
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: 10
Der Katastrophenschutz in Friedenszeiten ist Aufgabe der Länder und umfasst die Gefahrenabwehr bei Katastrophen. Im Katastrophenfall sind Innenministerien der Länder als oberste Katastrophenschutzbehörden zuständig. Die Landkreise und kreisfreien Städte sind mit ihren Fachämtern untere Katastrophenschutzbehörden. Die operative Durchführung - Erste Hilfe, medizinische Versorgung, Aufräumarbeiten und Vieles mehr - erfolgt somit auf kommunaler Ebene. Bei einem lokalen Schadensfall erhalten die Kommunen Hilfe von haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften.

Kai-Uwe Koch
2025-07-05 21:51:29
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: 15
Der Katastrophenschutz ist Teil der allgemeinen Gefahrenabwehr. Er obliegt den Ländern. Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind die Gemeinden, bzw. die Kreise und kreisfreien Städte Ansprechpartner. Sie sind als sogenannte untere Katastrophenschutzbehörden für den Schutz bei größeren Unglücksfällen oder Katastrophen verantwortlich.
Jede Bürgerin und jeder Bürger kann in jeder Stadt, in jeder Gemeinde zu jeder Zeit Hilfe über die (Rettungs-)Leitstellen anfordern. Dazu wirken Feuerwehren, Polizei und Ordnungsbehörden eng zusammen. Je nach Bedarf und Vereinbarung wirken auch die freiwilligen Rettungsdienste wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die DLRG, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst beim Katastrophenschutz mit.

Jasmin Förster
2025-07-05 21:47:18
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: 13
Kommt es zu derartigen Ereignissen, ist es zunächst wichtig, dass die Bürger sich selbst helfen können. Dort wo besonders große Not herrscht, wird der Katastrophenschutz in den Einsatz gebracht. Im Katastrophenschutz wirken die Hilfsorganisationen mit und übernehmen dort sanitätsdienstliche und betreuungsdienstliche Aufgaben.
Daneben wirken Rettungsdienst, der häufig auch von den Hilfsorganisationen gestellt wird, Feuerwehren, das technische Hilfswerk und unterstützend teilweise auch die Bundeswehr mit. Auch Spezialkräfte, zum Beispiel aus dem Bereich ABC-Schutz oder Wasserrettung, unterstützen.
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