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Katastrophenfall: Was passiert dann genau?

Volkmar Schröter
Volkmar Schröter
2025-06-21 06:58:28
Anzahl der Antworten : 13
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Durch den ausgerufenen Katastrophenfall können Sperrgebiete ausgerufen werden. Menschen in Gebieten, in denen der Katastrophenfall ausgerufen wurde, müssen Anweisungen von Einsatzleitern befolgen. Aber sie sind auch dazu verpflichtet zur Bekämpfung der Katastrophe Einsatzkräfte das Betreten ihrer Grundstücke und Gebäude zu erlauben und zu ermöglichen. Außerdem müssen die Menschen, Fahrzeuge oder Geräte zur Katastrophenabwehr zu Verfügung stellen. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, sind sie auch dazu verpflichtet zur Abwehr der Katastrophe mitzuhelfen. Durch die Feststellung des Katastrophenfalls kann Oberbürgermeister Wiegand auch die verfügbaren Mittel und Kräfte unter einer gemeinsamen Gesamtleitung bündeln.
Hans-Gerd Hecht
Hans-Gerd Hecht
2025-06-13 19:07:24
Anzahl der Antworten : 13
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Wenn der Katastrophenfall eingetreten ist, werden die folgenden Maßnahmen ergriffen, um zu versuchen, ihn zu beheben: Eine übergeordnete Koordinierung aller Hilfskräfte und Behörden unter einer zentralen Einsatzleitung wird ermöglicht. Die vorhandenen Ressourcen werden effizient eingesetzt und die Hilfe zielgerichtet gesteuert. Zusätzliche Maßnahmen wie die Alarmierung und Mobilmachung von medizinischem Fachpersonal können ergriffen werden. Bei Bedarf erfolgt die Evakuierung der betroffenen Bevölkerung.
Frank Nowak
Frank Nowak
2025-06-13 15:12:11
Anzahl der Antworten : 11
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Wird aufgrund einer Infektionswelle, einem Unwetter oder einem Waldbrand der Katastrophenfall ausgerufen, erleichtert dies vor allem die Koordinierung von Behörden und Organisationen. So lassen sich dadurch zum Beispiel Feuerwehren, Rettungskräften, das Technische Hilfswerk und auch die Bundeswehr rekrutieren. Zudem ermöglicht der Katastrophenfall den Aufbau einer einheitlichen Kommandostruktur für die Koordinierung der beteiligten Behörden und Organisationen. Darüber hinaus können die zuständigen Behörden zum Beispiel die Räumung eines Gebietes anordnen oder das Betreten dieses verbieten. Außerdem erleichtert ein Katastrophenfall bei Corona die Beschränkung einiger Grundrechte. Nicht zuletzt ist im Katastrophenfall auch eindeutig geregelt, wer den Helfern bzw. ihren Arbeitgebern Gehaltsausfälle erstatten muss.
Ursula Wendt
Ursula Wendt
2025-06-13 14:57:41
Anzahl der Antworten : 12
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Man will Kräfte bündeln, die Arbeit der vielen Behörden und Hilfsorganisationen bestmöglich koordinieren. Es gibt in Bayern keine feststehende Katastrophenschutz-Einheit, diese Arbeit leisten einzelne Behörden, Organisationen und Ehrenamtliche. Der Katastrophenfall ermöglicht der zuständigen Katastrophenschutzbehörde, anderen Behörden, Kommunen, Hilfsorganisationen und Verbänden Weisungen zu erteilen. Dann gibt es zum Beispiel nicht mehr einen Einsatzleiter für die Feuerwehr und einen für die Polizei, sondern einen für alle. Wird eine Katastrophe festgestellt, ist es leichter, Feuerwehren, Rettungsdienste oder das Technische Hilfswerk zu rekrutieren. Die Ausrufung des Katastrophenfalls ist also primär eine organisatorische Angelegenheit, sie ist weniger spektakulär, als der Name vermuten lässt. So dürfen die Behörden Katastrophengebiete beispielsweise räumen und den Zutritt verbieten. Sie haben auch das Recht, jeden Bürger zum Einsatz heranzuziehen - in Form von "Dienst-, Sach- und Werkleistungen". Am wichtigsten jedoch: Grundrechte können eingeschränkt werden, unter anderem die Versammlungsfreiheit, die Freizügigkeit und die Freiheit der Person, sprich: Wenn es hart auf hart kommt, dürften die Behörden auch anordnen, dass keiner mehr seine Wohnung verlassen darf.